Sehr geehrter Herr Laumann,
im Bocholter-Borkener Volksblatt vom 19.04.2012 werden Sie in Bezug auf die Linkspartei wie folgt zitiert: "Die sind mir sowieso auf den Sack gegangen mit ihren ständigen Brüderküssen" - und weiter: "Wenn zwei Männer sich küssen. Das ist nichts."
Zum ersten Zitat:
Wir würden uns wünschen, dass Sie sich mit dem ungeliebten politischen Gegner inhaltlich auseinandersetzen.
Ein so geführter politischer Schlagabtausch würde einem Fraktionsvorsitzenden eher gerecht, als Ihr Wahlkampfgetöse auf Wirtshausniveau.
Weit mehr sind meine Frau und ich aber entsetzt über das oben erwähnte zweite Zitat.
In einer Elterngruppe für Eltern schwuler und lesbischer Kinder bemühen wir uns mit viel Einsatz und Engagement Eltern zu stärken, um ganz selbstverständlich zu ihren schwulen und lesbischen Kindern zu stehen.
Weiterhin sind wir bemüht, in der Gesellschaft ein Klima zu schaffen, in dem Ausgrenzungen von Minderheiten keinen Platz haben.
Mit Ihren Äußerungen treten Sie unsere Arbeit mit Füßen und bedienen ein Wählerpotential, das mehr als rechts von CDU/CSU steht.
Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie einmal das Gespräch suchen würden mit Alexander Vogt - CDU-Mitglied und Mitglied im LSU - bzw. mit Thomas Steins - ebenfalls LSU.
Ein solches Gespräch könnte sicher dazu beitragen, rücksichts- und verständnisvoller mit Minderheiten umzugehen.
Etwas sorgenvoll, aber nicht ganz ohne Hoffnung, dass auch Sie sich gegen Diskriminierung jedweder Art einsetzen, grüßen Sie
Marianne und Detlef Kerkhoff
- Elterngruppe OWL -
Mitglied im BEFAH
(Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen e.V.)
Zeitungsartikel hierzu
auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen - Belsen am 15.April 2012
BEFAH, das Bündnis von Eltern, Freunden und Angehörigen von Homosexuellen,
gedenkt am 15. April der Menschen, die als Homosexuelle in den Lagern der NS - Diktatur erniedrigt, gequält und getötet wurden.
BEFAH setzt sich dafür ein, dass Diskriminierung und Ausgrenzung von Homosexuellen beendet werden. Der Einsatz für die Akzeptanz von Homosexuellen in unserer Gesellschaft ist Friedensarbeit!
Wir engagieren uns seit über 10 Jahren als Bundesverband für ein besseres Verständnis von Homosexualität in unserer Gesellschaft. Wir werden es nicht zulassen, dass Geschichte sich wiederholt.
PDF Datei zur Veranstaltung zum herunterladen.
Mitgliederversammlung des BEFAH e.V. in Gütersloher Matthäuskirche – Gottesdienst wirbt um Akzeptanz
Am 01.04.2012 fand die Mitgliederversammlung im Matthäus-Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde in Gütersloh statt. Unter dem Motto „Kann denn Liebe Sünde sein?“ Bericht folgt...
Kontakt: Marianne und Detlef Kerkhoff, Telefon: 0163-7778093
Weiterer
Artikel hierzu...
Auch wir sind Kirche! - Lesben und Schwule in Kirchgemeinden in Sachsen
In der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens entsteht bei manchen Gesprächen der Eindruck, als gäbe es keine Lesben und Schwulen in der Kirche oder mit Interesse für die Kirche. Um diesem Eindruck zu widersprechen, sammelt diese
Homepage Unterschriften von Lesben und Schwulen, die sich der Kirche verbunden fühlen bzw. fühlten.
Hintergrund
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihren Mitgliedskirchen die Möglichkeit eröffnet, dass eine lesbische Pfarrerin mit ihrer Partnerin bzw. ein schwuler Pfarrer mit seinem Partner im Pfarrhaus lebt wie ein Heteropaar auch. In Reaktion darauf haben konservative Kirchenmitglieder in Sachsen alle sächsischen Kirchenvorstände gebeten, sich mit einem Brief gegen Schwule und Lesben im Pfarrhaus zu positionieren, und viele Kirchenvorstände haben das getan. Als Begründung wird genannt, dass sich sonst Konservative in der evangelischen Kirche Sachsens ausgeschlossen fühlen könnten (vgl. die Diskussion in der Kirchenzeitung "Der Sonntag" in den letzten Monaten, z.B. www.sonntagsachsen.de/tag/pfarrhaus/). Wir, das sind die Frauen im Netzwerk "Lesben und Kirche" in Mitteldeutschland (LuK, www.lesben-und-kirche.de/luk.html), diese empfinden das als persönlichen Affront.
Daher möchte der Verband zeigen, dass viele Lesben und Schwule sich dem christlichen Glauben verbunden fühlen bzw. fühlten, um ein Gegengewicht zu dieser organisierten Homophobie zu haben. Außerdem möchten er als Argumentationsbasis mit einer kurzen Umfrage einen Eindruck bekommen, wie sich Lesben und Schwule in der Kirche fühlen.
Das Ergebnis dieser Unterschriftenaktion wird Anfang April 2012 der Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens übergeben.
Datenschutz
Alle Daten werden bewusst streng vertraulich behandelt und nur so verwendet, dass die Anonymität aller Personen voll gewahrt bleibt. Die Unterschriften werden nicht gemeinsam mit den Umfrage-Antworten gespeichert und können nicht einzelnen Personen zugeordnet werden.
Kontakt
Für Rückfragen wurde die E-Mail-Adresse luk [at] hellbunt.de" eingerichtet.