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Erfahrungsaustausch

Viele Eltern berichten, dass es ihnen sehr gut getan habe, eine Elterngruppe zu besuchen. Im Austausch mit anderen Betroffenen konnten sie über ihren Kummer und ihre Sorgen sprechen und manchmal das eigene Leid im Vergleich mit den Erfahrungen der anderen auch wieder relativieren. Von anderen Eltern konnten sie erfahren, wie unkompliziert diese mit ihren lesbischen Töchtern und schwulen Söhnen umgingen und wie sie allmählich lernten, die sexuelle Orientierung ihrer Kinder zu akzeptieren:

  • In der Gruppe hat man das Gefühl, man ist doch nicht so alleine.
  • Ich denke, das ist das Ausschlaggebende überhaupt. (...) Jeder macht es anders durch, und die Eltern sind ja auch alle unterschiedlich (...), man kann nie vergleichen, (...) und trotzdem über dieses Erzählen unserer Geschichte, löst das bei jedem von uns Wiedererkennen aus, und es löst aus ein Verstehen, und auch die Möglichkeit es zu überwinden. Ich war ja so unendlich traurig und verzweifelt, das hätte keiner auffangen können nur einfach dadurch, dass er mir ein paar nette Worte sagt. (...) das ist nicht das Verständnis, was man in dem Moment braucht, sondern man möchte über das Begreifen das auch verarbeiten können, und das kann man, glaube ich, besser, wenn man solche Geschichten von anderen Betroffenen hört, das finde ich ganz wichtig. (Schmidt, Homophobie, S. 87)