Urteil zur Homo-Ehe: volle Gleichstellung jetzt

Pressemitteilung

 

Berlin, 06.06.2013

Mit seinem heutigen Urteil hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt: Partner/innen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft müssen im Einkommensteuerrecht genau so behandelt werden wie Ehepartner/innen.

„Wir freuen uns über das heutige Urteil“, so die ZFF-Vorsitzende Christiane Reckmann. „Das ist ein weiterer Schritt zur völligen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und zur Anerkennung der Vielfalt von Familie. Insbesondere freuen wir uns für die Kinder in Regenbogenfamilien, die finanziell von diesem Urteil profitieren. Langfristig wollen wir aber weg von der Förderung der Familienform Ehe hin zu einer Förderung aller Kinder. Kurz: statt Ehegattensplitting für Wenige Kindergrundsicherung für Alle!“

Dass das Bundesverfassungsgericht die steuerliche Gleichbehandlung verlangen würde, ist seit Langem absehbar. „Es ist eine Schande, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung vom Verfassungsgericht so ‚zum Jagen getragen‘ werden muss“, kommentiert Gudrun Held, Vorsitzende von BEFAH, das Urteil. „Es ist höchste Zeit, die rechtliche, finanzielle und soziale Diskriminierung lesbischer und schwuler Menschen endlich zu beenden – und zwar in allen Bereichen. Wir als BEFAH wollen die Öffnung der Ehe, denn Liebe ist Liebe, egal ob homo- oder heterosexuell.“ 

 

Das ZFF wurde 2002 auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt gegründet. Der familienpolitische Fachverband setzt sich für die Interessen von Familien ein und kämpft für soziale Gerechtigkeit in der Familienpolitik. Für das ZFF ist Familie dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken. Neben Gliederungen der AWO sind dort unter anderem die Bundesvereinigung der Mütterzentren, der Progres­sive Eltern- und Erzieherverband (PEVNW) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Elterninitiativkindergärten organisiert.

 

BEFAH, der Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen e.V., wurde 1997 gegründet. Neben der Vernetzung der verschiedenen Eltern-Selbsthilfegruppen setzt sich der Verband z.B. für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ein, bringt die Stimme der Eltern in politischen Verhandlungen zu Gehör, tritt in den Medien auf und unterstützt Aktionen der Lesben- und Schwulenverbände. BEFAH ist seit 2006 Mitglied im ZFF.

 

 

Kontakt ZFF: Barbara König, Geschäftsführerin

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Tel.: 030 2592728-20, Fax: 030 2592728-60

 

Kontakt BEFAH:
Gudrun Held, Vorsitzende

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Tel.: 05130 - 97 47 51 

 

Pressemitteilung BET 2013

Der Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen e. V. hat vom 19. bis 21. April 2013 ins Hotel Sylter Hof Berlin, Kurfürstenstr. 114-116 in Berlin zu seinem diesjährigen Bundeselterntreffen (BET 2013) TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland, der Schweiz und zum ersten Mal aus der Ukraine eingeladen.

Familien-Vielfalt

-Einbruch
-Umbruch
-Aufbruch
-Durchbruch so lautet das BET - Thema im Jahr 2013.

Der BEFAH veranstaltet mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums alle zwei Jahre ein Bundeselterntreffen. Dazu werden jeweils unter einem aktuellen thematischen Schwerpunkt Eltern von homosexuellen Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus zum Erfahrungsaustausch erwartet. Diese Teilnehmer wirken ihrerseits dann auch ehrenamtlich als Multiplikatoren und Ansprechpartner in vielen Regionen und Bundesländern.

Am Freitag, 19. April 2013 um 16 Uhr, wird Dr. Kristina Schröder, die als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Schirmherrschaft übernommen hat, das Bundeselterntreffen eröffnen.
Außerdem hat Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, sein Kommen angekündigt und wird die Grüße der Stadt Berlin überbringen.

Für das Impulsreferat „Ein Großvater berichtet“ konnte der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Hennig Scherf gewonnen werden.
Zum Abschluss des Tages liest Caroline Emcke aus ihrem Buch „Wie wir begehren“.

Der Sonnabend gehört den „Regenbogenfamilien“.
Dazu werden Dr. Elke Jansen mit „Regenbogenfamilien werden und sein“,
Ilka Borchardt mit „Großeltern werden in Regenbogenfamilien“
und Constanze Körner „Familienmodelle live“
die neuen Familienformen vorstellen und diskutieren.
Realität ist, die Regenbogenfamilien sind längst im Alltag unserer Gesellschaft angekommen und sie sollen in der öffentlichen Wahrnehmung, im Kindergarten und der Schule sichtbar werden und Akzeptanz erfahren.

Die abschließende Podiumsdiskussion am Sonntag lautet: „Wo stehen lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder heute im Recht, in der Politik, in der Gesellschaft und wie schützt die Politik diese Familien?“
Das Podium ist besetzt mit Christel Humme, MdB (SPD), Jörn Wunderlich, MdB (DIE LINKE), Karl Moehl (Antidiskriminierungsstelle des Bundes) und Manfred Bruns, Bundesanwalt a.D. Die Moderation wird Günter Dworek, Vorstand des LSVD, übernehmen.

Der BEFAH e.V. wird sich weiterhin in Gesellschaft, Kirche und Politik für die rechtliche Gleichstellung von hetero- und homosexuellen Menschen einsetzen.
Rückfragen an die Bundesvorsitzende Gudrun Held, Tel. 05130-974751
(Dokumentation zu den BET unter www.befah.de).