Unser Kind könnte berufliche Nachteile haben.

  • Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Grundgesetz Art. 3, (3)


Auch im Berufsleben haben sich Lesben und Schwule eigene Organisationen und Netzwerke aufgebaut, die sich dafür einsetzen, dass ihnen durch ihre sexuelle Orientierung keine Nachteile entstehen und die vor allem Aufklärungsarbeit leisten. Lesben- und Schwulengruppen entstanden in den Gewerkschaften und in allen Parteien, in Kirchen und Religionsgemeinschaften. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Interessenverbänden bei unterschiedlichen Berufsgruppen, z. B. bei Juristen und Managern. Denn nach wie vor kommt es vor, dass versteckt lebende Homosexuelle erpresst und offen lebende gemobbt werden. Offen beruflich diskriminiert werden Lesben und Schwule nach wie vor in den Kirchen und bei der Bundeswehr, aber auch hier hat schon ein Umdenkungsprozess eingesetzt. Immer mehr Lesben und Schwule, die ihr Coming-out am Arbeitsplatz gewagt haben, berichten, dass ihre Eröffnung überwiegend positiv aufgenommen wurde.
In dieser unsicheren Berufswelt für Lesben und Schwule fällt Eltern eine wichtige Rolle zu, indem sie ihren Kindern Begleitung, Rat und Unterstützung vermitteln. Der BEFAH berät Eltern auch in dieser Frage.