REDEBEITRÄGE + Fotos von der DEMO Vielfalt statt Einfalt am 22.11.14

Friedrich Himstedt Leiter der Elterngruppe Hannover welchem großen DANK gebührt diese DEMO organisert zu haben.

 


 Kurze Rede vom BEFAH-Vorstand Ulrich Klicker am 22.11.14 in Hannover zur DEMO. Vielfalt statt Einfalt:

Ich spreche für den Bundesverband der Eltern Freunde und Angehörige von Homosexuellen und wir können den Entschließungsantrag der Niedersächsischen Landesregierung nur begrüßen. 

Auch wir bemühen uns schon seit Jahren dass in den Lehrplänen der Schulen die Thematisierung der sexuellen Vielfalt und geschlechtlichen Identität Einzug halten soll. Klar ist uns auch dass hierfür eine umfassende Aus – und Fortbildung der Lehrkräfte notwendig ist. Denn nur so können wir erwarten und hoffen das die kommenden Generationen ohne Vorurteile und Diskriminierungen aufwachsen, um so als Bewusste und Tolerante Eltern auftreten können. 

Auch sollten wir denjenigen Eltern mit Entschlossenheit begegnen die immer noch meinen ihre Kinder könnten nicht heterosexuell werden, wenn sie von der Existenz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans-Menschen oder Intersexuellen Erfahren. Deswegen brauchen wir auch mutige Politiker die sich dieses Themas annehmen und immer wieder zur Sprache bringen. 

Vielen Dank 

 


Emotionale Rede von Gudrun Held (ehemalige Vorsitzende):

„Ehe und Familie vor -  stoppt Genderideologie und Sexualisierung unserer Kinder“ für dieses Durcheinander gehen heute in Hannover Menschen auf die Straße. 

Wo ist das Problem?

Ja, ich will, dass Ehe und Familie geschützt werden. Diesen Schutz verlange ich auch für meinen Familientisch. 

Und der sieht so aus: 

da sitzt manchmal mein ältester Sohn. Er ist mit einem Mann verheiratet.

und da sitzt manchmal auch mein zweiter Sohn. Er ist mit einer Frau verheiratet.

Wir konnten sie als Kinder nicht sexualisieren, denn sie kamen als sexuelle Wesen auf die Welt.

Ich sehe jedoch, wie liebevoll, zärtlich und achtsam die jungen Menschen miteinander umgehen. Ich sehe: meine Kinder lieben und werden geliebt. Das war es doch, was ich als Mutter wollte!!

Meine Kinder können lieben.

Sie sind verschieden – aber nicht falsch oder verkehrt!

Sie begehren verschieden – aber das tut niemandem weh und ist deshalb nicht falsch!

Es gibt keine falschen oder verkehrten Kinder!

Wer sagt, das eine Kind sei falsch oder verkehrt, der lügt!

Und ich erlebe weiter: bei meinem jüngeren Sohn und seiner Frau wachsen zwei Kinder auf. Sie sind auf die von Gott oder der Natur dafür vorgesehenen Weise entstanden und auf die Welt gekommen. Hoffentlich mit viel Spaß und Freude! 

Diese beiden Kinder haben Mama und Papa, die sie beschützen und umsorgen. Ihnen ihre Liebe weitergeben.

Mein älterer Sohn und sein Mann haben vor wenigen Wochen vom Jugendamt einen kleinen Jungen ans Herz und in die offenen Hände gelegt bekommen. Das Kind war im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nest gefallen.

Nun hat dieses Kind zwei Papas, die es beschützen und umsorgen. Ihm ihre Liebe weitergeben.

Was daran ist verkehrt oder falsch?

Ich liebe meine Kinder in ihrer Vielfalt und ich liebe meine drei Enkelkinder.

Und ich wehre mich gegen die Lüge, dass die eine Familie richtig, die andere falsch ist. 

Ich will den Schutz für alle!

Wer eine Familienform beleidigt, ausgrenzt und verachtet, der tut Unrecht!

Und damit diese Vielfalt endlich in unseren Köpfen und Herzen ankommen kann, dafür brauchen wir Schulbildung, die die Kinder wirklich auf das Leben vorbereitet. Ihnen die Wirklichkeit in der Vielfalt zeigt.

Die Kinder brauchen Bildung,  die ihnen in ihrer sensiblen Entwicklungsphase hilft, sich als hetero, schwul oder lesbisch oder inter zu begreifen und anzunehmen. Damit niemand von der Brücke springen muss und wieder nur ein großes WARUM? über der lokalen Todesanzeige steht.

Deshalb: Sagt NEIN zu den Lügen, die hier in dieser Stadt heute hörbar werden!!!


 Es waren über 300 Menschen vor Ort und viele Eltern sind aus Bremen Hamburg und Umgebung angereist. Der Vorstand hatte seine Vorstandsitzung unterbrochen und mit den Beiräten teilgenommen.