Hilfe für Rat & Tat Zentrum Bremen

Liebe Leitung von Gruppen im Haus Rat & Tat Zentrum u.a.!

Reiner Neumann als Vorstand hat heute eine Pressemitteilung verschickt, indem das Aus für die Beratungsstelle im Rat & Tat durch den Senator für Gesundheit angekündigt wird. Die politischen Parteien von Rot-Grün finden dies nicht okay.  Ob sich dies aber angesichts der Haushaltsberatungen für 2014 und 2015 in einer weiteren Förderung wiederspiegelt, ist ungewiss. Die Beratungen der Haushalte fangen gerade erst an. Bitte schaut auf die Homepage des Zentrums, bei Facebook, um neuere Informationen zu erhalten.

Wir bitten Euch die Petition zu unterstützen und möglicherweise diesen Aufruf weiterzuleiten.

 

Link: https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsliste

Weiteres Vorgehen und Reaktionen auf diese Ankündigung der Streichung der Zuwendungen werden wir im Haus besprechen und Euch informieren.

Herzliche Grüße Bernd

Pressemitteilung

Beratung vor dem Aus?

Das RAT & TAT-Zentrum für Schwule und Lesben e.V., seit über 30 Jahren kompetente und verlässliche Anlauf- und Beratungsstelle bei allen Fragen im Bereich Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, HIV und Aids, soll ab 2014 keinerlei finanzielle Unterstützung durch den Gesundheitssenator mehr bekommen.

Die Existenz der einzigen professionellen Beratungsstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender im Land Bremen ist damit bedroht.
Dies ist ein falsches politisches Signal und hat gravierende Folgen wie zum Beispiel:

• Entlassung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

• keine Unterstützung mehr in Krisen- und Konfliktsituationen oder beim Coming-out

• Wegfall der Begleitung von Menschen mit HIV / Aids

• keine Hilfe mehr bei rechtlichen und sozialrechtlichen Fragen (von Lebenspartnerschaft bis Adoption, von Diskriminierung bis zu Rente und Schwerbehinderung)

• keine Aufklärungsveranstaltungen mehr für Schulklassen und Jugendgruppen

• keine Schulungen für Träger der Altenpflege zur Lebenssituation Älterer

• keine Unterstützung der Schulbehörde bei Fragen zur Sexualerziehung oder der Politiker bei der Planung eines Landesaktionsplans gegen Homophobie

RAT & TAT-Vorstandsmitglied Reiner Neumann: „Mit dem Entzug der Förderung stößt Bremen zehntausende Mitbürgerinnen und Mitbürger vor den Kopf!"

In den letzten 20 Jahren haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtlich orientierte Menschen zwar deutlich verbessert, sie führen aber nicht automatisch zu mehr Toleranz und Akzeptanz im Alltag. Bremerinnen und Bremer erleben beinahe täglich Anfeindungen, wie aktuelle Umfragen bestätigen. Das Wort „schwul" ist eins der am häufigsten benutzten Schimpfwörter unter Jugendlichen. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender müssen aber im täglichen Leben sichtbar sein, denn gerade junge Menschen brauchen Vorbilder für die persönliche Rollenfindung.

Sie alle sind auf die Hilfe unserer Beratungsstelle angewiesen, damit sich jede/r in dieser Stadt angstfrei zu seiner / ihrer sexuellen Identität bekennen kann.

Der Erhalt unserer qualifizierten Angebote ist zwingend geboten!

Unterstützer_innen zeichnen die Petition unter petition.bremische-buergerschaft.de oder unterschreiben auf ausliegenden Listen.

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Neumann (Vorstand)

Mitarbeiter der Beratungsstelle

RAT & TAT – Zentrum für Schwule und Lesben e.V.
Theodor-Körner-Straße 1
28203 Bremen
Tel.: 0421-700007 (Büro) Di. u. Do. 10 – 15 Uhr
        0421-704170 (Beratung) Mo., Mi., Fr. 11 -13 Uhr  / Di. 15 – 18 Uhr
Fax: 0421-700009
 
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Registernummer: 39 VR 3774
Umsatzsteuernummer: 71 607 05951
Vorstand: Thomas J. Krieger, Christian Linker, Reiner Neumann, Lars Wessel